3 Tage Pfingstfest in Neukloster - Polizei zieht überwiegend positive Bilanz

[i]Neukloster (ots)[/i] | Foto: Polizei | [b]An diesem Wochenende fand in Neukloster auf dem dortigen Festplatz und den umliegenden Straßen mit dem 139. Pfingstvolksfest eines der größten Volksfeste im Norden statt. Nahezu 100.000 Besucherinnen und Besucher ließen es sich an den drei Tagen trotz des unbeständigen Wetters nicht nehmen, über die Budenmeilen zu schlendern oder die Fahrgeschäfte zu testen.[/b][b]Während des Zeitraums der Veranstaltung wurde die Bundesstraße 73 in Neukloster wie in jedem Jahr für den Durchgangsverkehr voll gesperrt und dieser weiträumig umgeleitet. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht.[/b]


Die Veranstaltung mit dem großen Besucheransturm stellte die Sicherheitskräfte von Polizei und Rettungsdienst, wie auch schon in den vorangegangenen Jahren, vor erhebliche Herausforderungen. So mussten über 50 Beamte aus allen Dienststellen der Polizei im Landkreis, inkl. der Hundefüher der Polizeidirektion Lüneburg, Sonderschichten schieben und auch ca. 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vom Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk waren vor Ort eingesetzt. Der Bahnhof Neukloster war mit Beamten der Bundespolizei und zusätzlicher Bahnsicherheit besetzt.


Am Samstagnachmittag wurde eine Bollerwagentour von ca. 350 jugendlichen Teilnehmern aus Apensen durch den Neukloster Forst zum Festplatz begleitet ohne dass es dabei zu polizeilichen Einsätzen kam. Leider waren ein Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei schon so stark alkoholisiert, dass sie sich unkooperativ gegenüber den eingesetzten Beamten zeigten. Ein 19 jähriger Jugendlicher aus Harsefeld hatte dabei aus der Menge einen sog. "China-Böller" an den Rand der Menschenmenge geworfen, was zu einer Verletzung einer 18-jährigen Buxtehuderin, die anschließend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, führte. Hier wird ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet. Auch wurde bei dieser Tour jede Menge Müll auf der Strecke hinterlassen. Im kommenden Jahr wird es deshalb wohl für eine derartige Veranstaltung deutlich mehr Auflagen durch das Ordnungsamt und die Polizei an den Veranstalter geben.


Am Sonntagnachmittag strömten ca. 150 Besucherinnen und Besucher aus Neuenfelde, Francop, Finkenwerder und Cranz, die sich in Jork getroffen hatten in einem Fußmarsch nach Neukloster, dieser verlief ohne Störungen, obwohl der Alkoholisierungsgrad mit zunehmender Strecke immer größer wurde. Auf dem Festgelände und bei den beiden Bollerwagentouren wurden Jugendschutzkontrollen durch das Fachkommissariat für Jugendsachen der Polizeiinspektion Stade und den Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariats Buxtehude durchgeführt. Ca. 200 Jugendliche wurden durch die Beamtinnen und Beamten überprüft, hier mussten ca. 15 Flaschen hochprozentiger Alkohol und zwei Schachteln Zigaretten noch vor Ort vernichtet werden, weil die Jugendschutzbestimmungen nicht eingehalten wurden.

Die Zahl der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz lagen im niedrigen Bereich, es mussten drei Anzeigen wegen Handy-Taschendiebstahls und zwei Sachbeschädigungen sowie eine Nötigung aufgenommen werden. Fünfmal mussten die Beamtinnen und Beamten wegen Streitigkeiten zwischen vorwiegend alkoholisierten jugendlichen Gästen einschreiten, gegen zwölf Personen wurde ein Platzverweis ausgesprochen und zwei junge Männer mussten den Rest der Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Bei den durch die Stadt Buxtehude durchgeführten Kontrollen des ruhenden Verkehrs wurden 30 Parkverstöße festgestellt, 15 Fahrzeuge, die verkehrsbehindernd abgestellt waren und die die Rettungswege blockierten, wurden abgeschleppt. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Rettungsdienstes mussten ca. 50 Einsätze abarbeiten, 18 Personen wurden wegen Verletzungen nach Schlägereien oder übermäßigem Alkoholgenuss mit dem Rettungswagen abtransportiert und ins Krankenhaus gebracht.

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