SoVD Ortsverband Neu Wulmstorf diskutiert die öffentliche Sicherheit

Ragges Bericht zu den Verhältnissen in seinem Zuständigkeitsbereich fällt zuversichtlich aus. Er beurteilte die aktuelle Versorgung mit Polizeipräsenz hier als ausreichend. Erfreulicherweise sehe die Personalpolitik die Ausbildung weiterer Beamtinnen und Beamte vor. Ein Teil davon sei aber Ersatzbedarf. Man müsse unter anderem damit leben, dass der Polizeiberuf hohe Anforderungen an Stelleninhaber stellt und am Ende doch nicht jeder dafür geeignet ist. Aus eigener Erfahrung schilderte Ragge die besonderen Belastungen bei schweren Verkehrsunfällen. Die Sicherheit im Wohnort sieht Ragge eher gelassen, auch für ältere Menschen. Neu Wulmstorf ist ein gutsituierter Wohnort und kein polizeilicher Brennpunkt. Die Einbruchshäufigkeit hat abgenommen, auch aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Hamburger „Soko Castle“, die sich der Bekämpfung organisierter Einbrüche widmet. Eine Zahl aus der Kriminalitätsstatistik ruft allerdings Bedenken hervor. Das ergibt sich aus den knapp 100 Einsätzen bei Körperverletzung im Jahr 2017, weil es sich in fast allen Fällen um häusliche Gewalt handelte. Polizeichef Ragge lobte seine Truppe in Neu Wulmstorf als sehr motiviert und auf den Dienst am Bürger ausgerichtet. Er bestärkte das anwesende Publikum, sich in Situationen, die man persönlich als unsicher empfindet, immer an die Polizei im Ort zu wenden. Erreichbar sei immer jemand. In dringenden Fällen, beispielsweise wenn jemand ums Haus schleiche, solle immer die 110 angerufen werden. Die einsatzleitenden Beamten können gut beurteilen, was zu tun ist. Man müsse hinnehmen, dass auch Beamte aus Hamburg oder Buxtehude zum Einsatzort kommen, dann allerdings innerhalb von Minuten. Der Grund dafür ist, dass die elektronische Informationsvermittlung in der Einsatzzentrale Lüneburg heute einen sehr schnellen Zugang zum Streifenwagen in der nächsten Nähe sicherstellt.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur