Harburger Wahlkreisabgeordnete kritisiert zögerliche Umsetzung eines "Heideplans"

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Doch wie sieht es mit der Umsetzung aus? Die Harburger CDU-Wahlkreisabgeordnete Birgit Stöver hat mittels einer Schriftlichen Kleinen Anfrage nachgehakt, da der Zustand der Heide vor Ort in einem verbesserungswürdigen Zustand ist. Die Antworten des Senats sind nach Ansicht Stövers nicht zufriedenstellend: „Seit 2010 ist die Stadt im Besitz der Fischbeker Heide. Doch erst 7 Jahre später wird ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEP) für die Heide erstellt – zuvor hat man sich vor allem mit einem Provisorium von Anno 1994 begnügt“. Kritisch sieht die Harburgerin auch die Aussagen des Senats zu Erfolgskontrollen: „Wenn der jetzige PEP erst seit 2017 steht, wann haben denn dann die Erfolgskontrollen mit welchen Zielen und vor allem mit welchen Ergebnissen stattgefunden?“.


Unklar bleibt auch, wie das Verhältnis von ehrenamtlichen Pflegetätigkeiten – diese übernehmen traditionell gern Entkusselungsarbeiten – zu den hauptberuflichen Pflegearbeiten wie Beweidung durch Schafe und Plaggen ist. Dazu Stöver abschließend: „Der PEP aus dem Jahre 2017 ist bisher nur auf dem Papier zufrieden stellend. Sichtbar ist, dass Jahr für Jahr Heideflächen zuwachsen und der Senat mir bzgl. der Pflege- und Kontrollmaßnahmen nur sehr unkonkret antwortet. Ich kann nur darauf drängen, dass der Senat den PEP jetzt schleunigst mit Leben füllt, damit dieser kein Papiertiger bleibt und die Fischbeker Heide ihrer zugedachten Rolle als Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten gerecht werden kann“.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur