Harburger Theater stellte Programm der neuen Saison vor

Liebe Leserinnen und Leser, wir haben vom 12. - 29. August Betriebsferien! Bitte beachten Sie, dass wir in dieser Zeit nur eingeschränkt erreichbar sind. Vielen Dank und schöne Ferien!

Homo faber

Walter Faber, Ingenieur, Vernunftmensch und Macher, glaubt, er habe alles im Griff: sein Leben, seine Zukunft, die Welt. Und dann, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, begegnet er dem Unvorhersehbaren. Eine Aneinanderreihung von Zufällen lässt Faber auf einer Schiffspassage von New York nach Frankreich der jungen Sabeth begegnen. Sie erinnert ihn an seine Jugendliebe Hanna.


Er beginnt eine Affäre mit der jungen Frau und geht mit ihr auf eine Reise durch Europa, die ihn zurück in die Vergangenheit und auch zu Hanna führt. Walter Faber lässt sich treiben. Er ahnt, was er nicht wissen will. Doch nach einem schrecklichen Unfall kann er dem Zufall nicht mehr entrinnen. Neben autobiografischen Elementen verarbeitet Max Frisch in Homo faber zentrale Kernthemen seines Werks: den Konflikt zwischen Identität und sozialer Rolle, die Beeinflussung des Daseins durch Zufall, Schicksal oder Selbstbestimmung, den Gegensatz von Technik zu Natur und Mythos, die schwierige Beziehung zwischen den Geschlechtern und das Streben nach Sinn und Erfüllung. Max Frischs Homo faber ist einer der wichtigsten und meistgelesenen Romane des 20. Jahrhunderts.

Die Jungs im Herbst

„Die Jungs im Herbst“ von Bernard Sabath basiert auf der Geschichte von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Wer kennt sie nicht die Geschichte über die zwei frechen Jungs? Der Waisenjunge Tom, der bei seiner Tante Polly in Missouri am Ufer des Mississippi aufwächst. Der die Schule schwänzt, sich prügelt und sich mit seinem besten Freund Huckleberry Finn herumtreibt. Der Huck Finn, dessen Mutter verstorben und dessen Vater ein stadtbekannter Trinker ist.


Viele Jahre sind seitdem vergangen. Die beiden Lausbuben heißen heute Thomas Gray und Henry Finnegan und sind gestandene Männer geworden. Sie treffen sich erneut am Ufer des Mississippi. Das Leben hat es nicht nur gut mit ihnen gemeint. Thomas verdingt sich als fahrender Varietékünstler. Henry lebt einsam und zurückgezogen am Fluss und löst Kreuzworträtsel. Nach anfänglichem Zögern kommen sich die Männer näher und es entwickelt sich ein Abend offener Bekenntnisse und Erinnerungen. Und vielleicht die Möglichkeit einer neuen Freundschaft. Hardy Krüger hat „Die Jungs im Herbst“ 1985 zusammen mit Mario Adorf uraufgeführt. Jetzt tritt sein Sohn Hardy Krüger Jr., der bereits mit „Ziemlich beste Freunde“ einen Theatererfolg an den Hamburger Kammerspielen feiern konnte, in die Fußstapfen seines Vaters.

Wand an Wand

ER lebt schon sehr lange, sehr allein und sehr froh in seiner Wohnung. Mit seinen beiden Zimmerpflanzen verträgt er sich bestens. Was braucht er noch zum glücklich sein? – Nichts! – Gar Nichts!

Das glaubte er, bis zu dem Tage als SIE neben ihm einzieht. Bohrmaschinenlärm um Mitternacht, Stromausfall und schließlich ständig wechselnde Männerstimmen neben an. Was geht da vor? Walter Plathe und Angelika Wedekind sind seit Jahrzehnten neben ihren Tätigkeiten bei Film und Fernsehen immer wieder mit musikalisch literarischen Soloabenden auf den Bühnen dieses Landes zu erleben.Diesen beiden großartigen Komödianten erstmals gemeinsam auf der Bühne zu begegnen, verspricht ein Vergnügen der ganz besonderen Art.

Diven

West-Berlin in den 60er Jahren. Das Fernsehen hatte zwei Programme und das Theater boomte. Es war die große Zeit der Kudamm-Bühnen. Glamour, Träume und beste Unterhaltung bekamen die Zuschauer dort allabendlich zu sehen. Das Stück „Diven“ blickt hinter die Kulissen dieses legendären Theaters und erzählt die Geschichte der Schauspielerinnen Joan Ford und Diana Schöning. Das Theater und die Bühne sind ihr Leben.


Doch kaum ist der Vorhang geschlossen, sehen wir den Konkurrenzkampf zweier Schauspielerinnen, die vieles verbindet und sie gerade deswegen zu Feindinnen macht. Die reife Diva Joan Ford spürt, dass auf einmal alles in Frage gestellt wird, wofür sie so lange stand. Und das Schlimmste: sie spürt, sie ist ersetzbar. Noch sagt es ihr keiner, aber die Zeichen werden deutlicher und die Konkurrenz rückt näher…


Tragisch, komisch, verzweifelt, leidenschaftlich, eben wie waschechte Diven, kämpfen die beiden um ihr Leben, ihre Existenz und ihre Anerkennung hinter und auf der Bühne, den Brettern, die die Welt bedeuten, bis der rote Vorhang fällt…

Auf alten Pfannen lernt man kochen

Eine Frau und ein Mann treffen sich zufällig auf der Probebühne eines Theaters: Sie Lehrerin, er ihr ehemaliger Schüler, der gerade seine Karriere startet. Sie singen, tanzen, trinken und deklamieren ihre Lieblingsklassiker. Es gibt für beide heute nur eine Möglichkeit: Sich mit geschlossenen Augen und offenen Armen in die Liebe zu stürzen. Diese Nacht ist ein Hoch auf die Liebe samt ihrer heimlichen Seitenpfade. Und nur in dieser Nacht scheint das Unmögliche möglich zu sein…


Cornelia Schirmer ist als Schauspielerin und Sängerin schon lange auf Deutschlands Bühnen unterwegs. Der junge Delio Malär erobert gerade in Hamburg und Zürich die Bretter, die die Welt bedeuten im Sturm. Sie liefern sich eine schauspielerische und musikalische Schlacht um das Drama mit den Vorsprechrollen, die Tücken des Altersunterschieds in der Liebe und die große Liebe zum Theater.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt neben seiner Tätigkeit für bekannte Tageszeitungen und Onlineportale sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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