Knatternde Motoren und chromblitzende Fahrzeuge − Oldtimertreffen beim Freilichtmuseum am Kiekeberg

Stolze Sammler präsentieren ihre auf Hochglanz polierten Fahrzeuge. VW-Käfer, Isettas, aber auch amerikanische Modelle blitzen zwischen den blühenden Gärten und historischen Häusern des Freilichtmuseums – ein Augenschmaus für Oldtimerfreunde. Kinder und Erwachsene bestaunen die ausgefallenen Gefährte: von den rollenden Zeugen der Wirtschaftswunderjahre bis zu den Modellen der wilden 70er. Vom Motorroller und PKW, über historische Busse, bis hin zum LKW ist alles dabei! Besitzer eines historischen Autos können sich bis 11. Mai unter writh@kiekeberg-museum.de anmelden, für Oldtimer-Clubs werden zusammenhängende Stellplätze reserviert.


Das Freilichtmuseum entführt die Besucher mit allen Sinnen in die 1950er Jahre: Daisy‘s Tanztee und Modenschau versetzt die Besucher mit Livemusik aus den 1950er Jahren in ausgelassene Stimmung. Punkte, Petticoat und Pomadentolle erleben die Besucher im Ambiente der Dauerausstellung „Spielwelten“. Hier zeigt das Jugend-Rot-Kreuz-Winsen die Modenschau "Mit Schick und Charme".


Der Museumsverein „Die Goldenen Fünfziger Jahre e. V.“ organisiert einen großen Markt mit Sammlerstücken aus der Zeit des Wirtschaftswunders wie Lampen, Geschirr, Dekoartikel oder Retro-Mode, Accessoires oder Schallplatten. Beim Radiodoktor des Bremer Rundfunkmuseums erhalten Besitzer eines beschädigten, historischen (Auto-) Radios Expertenrat und Hilfe bei der Fehlersuche. Für Kinder gibt es ein buntes Mitmachprogramm. Im Agrarium stöbern Autoliebhaber auf dem Markt rund um rollende Sammlerstücke: Ausgesuchte Anbieter bieten Modellautos und Eisenbahnen an.


Besucher erkunden eine kleine Ausstellung zu Heinkel-Tourist, dem meistgekauften Motor-Roller im Deutschland der 1950er und 1960er Jahre. Die Künstlerin Gabi Hampe präsentiert unter dem Motto „Rock 'n' Roll meets Digital Art“ großformatige Fotokunst. Die 50er Jahre sind den Deutschen als die Zeit des Wirtschaftswunders im Gedächtnis geblieben. Sie brachten damit auch den Durchbruch zur Massenmotorisierung. Für heutige Verhältnisse wirkt der Kraftfahrzeugbesatz allerdings bescheiden: Im Jahr 1950 fuhren rund 2 Millionen Fahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen. Bis 1964 hatte sich diese Zahl immerhin auf gut 11 Millionen erhöht.

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