SPD überrascht mit gemeinsamer Kombibad-Initiative zwischen Harburg und Neu Wulmstorf

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Tobias Handtke „Harburgs Bevölkerung steigt und der größte Zuwachs ist in Süderelbe“, meint Jürgen Heimath. „12.000 bis 14.000 Neubürgerinnen und Neubürger kommen in den Stadtteil Neugraben-Fischbek. Um diese Region weiterhin attraktiv und lebenswert zu gestalten ist eine entsprechend ausgelegte Infrastruktur in allen Bereichen erforderlich. Viele Planungen sind initiiert und befinden sich zum Teil bereits in der Umsetzung. Jedoch ist im Bereich des Sport- und Freizeitschwimmens der Bedarf kaum gedeckt. Die Frei- und Hallenbäder befinden sich in einem nicht zeitgemäßen Zustand und die Kapazitäten reichen schon derzeit nicht aus. Darüber hinaus werden die Bäder zumeist mit einem unterdurchschnittlichen Kostendeckungsgrad geführt. Dies ist nicht zuletzt der geringen Energieeffizienz der veralteten Einrichtungen und der Vorhaltung paralleler Strukturen geschuldet.“


Dass das Freibad Neugraben an Attraktivität mehr und mehr verliert, machen die rapide sinkenden Nutzerzahlen deutlich. Dennoch finanziert der Bezirk das kleine Schwimmbad aus eigenen Mitteln jährlich mit zusätzlichen 90.000 €. Und auch in Neu Wulmstorf haben die Bäder schon bessere Zeiten erlebt. Tobias Handtke meint dazu: „Für viele Menschen aus der Region Süderelbe ist das Freibad Neu Wulmstorf in den Sommermonaten das Freibad der Wahl. Doch müssen wir hier an Substanz und Effizienz arbeiten. Frei- und Hallenbad fahren jährlich rund 650.000 € Defizit ein und ein aktuelles Gutachten belegt einen Investitionsbedarf von etwa 6 Millionen Euro. Da ist es doch naheliegend, dass man über die Grenzen denkt und überlegt, was man hier gemeinsam machen kann. Schließlich leben wir alle in der Metropolregion und sollten die sich daraus ergebenden Synergien sinnvoll nutzen. Dem Badegast interessiert nicht auf welcher Landesseite er badet, die Erreichbarkeit ist entscheidend.“


Im Harburger Antrag lautet es dazu, dass durch eine über die Landesgrenzen reichende Konsolidierung und Ausweitung der bestehenden Angebote ein bedarfsdeckender Neubau umgesetzt werden könne. Im Bereich der Landesgrenze, können zum Beispiel nördlich der Bahnlinie gelegene Flächen– unbeschadet der Wohnungsbauentwicklung – in ein Entwicklungskonzept eines Neubaus einbezogen werden. Auch das bisherige Gelände des Freibads Neu Wulmstorf kann als möglicher Standort geprüft werden. Als Vorbild für das Konzept könne unter anderem die Schwimmhalle „Inselpark“ in Wilhelmsburg (siehe Teaserfoto) herangezogen werden. Und auch für das wegfallende Freibad Neugraben haben die Genossen aus Harburg eine Idee: Das Gelände soll auch weiterhin der sozialräumlichen Verwendung zur Freizeitgestaltung zur Verfügung steht. Insbesondere ist hier die Umwandlung in einen öffentlich kostenfrei zugänglichen Wasserspielplatz zu prüfen. Als Vorbild sehen sie hier den Wasserspielplatz in ‚Planten un Blomen‘. „Jetzt hat sich ein sinnvolles Zeitfenster geöffnet“, finden Jürgen Heimath, Tobias Handtke und Frank Richter. „Die Bevölkerung wächst, wie selten zuvor, der Bedarf ist da und gemeinsam lassen sich bessere und attraktivere Lösungen finden. Es besteht gleichzeitig bei allen vier Bädern Handlungsbedarf. Sollten jetzt die Weichen falsch gestellt werden, ist eine gemeinsame Lösung auf lange Sicht vom Tisch.“

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt neben seiner Tätigkeit für bekannte Tageszeitungen und Onlineportale sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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