Ausbau von Radschnellwegen zwischen Stade - Hamburg und Lüneburg - Hamburg

Nun nimmt dieses Projekt endlich Fahrt auf. In den letzten Monaten wurden 33 mögliche Verbindungswege in der Metropolregion Hamburg untersucht. Übrig geblieben sind 8 Trassen, die jetzt dahingehend geprüft werden, ob hier für Radfahrer direkte schnelle Verbindungen machbar sind. Zwei dieser Strecken führen von Hamburg in den Süderelberaum, eine über Neu Wulmstorf nach Stade, eine über Seevetal nach Lüneburg. Die Metropolregion Hamburg hat diese Prüfung bewilligt, weil Radfahren zukünftig attraktiver werden soll. „Der Lenkungsausschuss der Metropolregion Hamburg hat dazu ein Leitprojekt mit Fördermitteln beschlossen, um gemeinsame Umsetzungsstandards für solche „Fahrradautobahnen“ zu erarbeiten und deren konkrete Machbarkeit vor Ort auszuloten“, schreibt der Landkreis Harburg auf seiner Internetseite. „Ich freue mich sehr über diese positive Entwicklung, die wir auf Kreisebene schon länger unterstützen“, sagt Tobias Handtke, der selbst Pendler und auch leidenschaftlicher Radfahrer ist, lachend und ergänzt: „Unsere Gemeinden bekommen damit eine größere Attraktivität, weil wir Pendlern eine Alternative zum PKW oder öffentlichen Nahverkehr anbieten können.


Auch unter touristischen Gesichtspunkten kann unsere Region dadurch nur gewinnen.“ Wie der Landkreis informiert, wird der genaue Verlauf der beiden jeweils rund 50 Kilometer langen Radschnellwege Bestandteil der Prüfung sein. Die zu schaffenden Verbindungen sollen möglichst gradlinig verlaufen, siedlungsnah gestaltet werden und bestenfalls alle Orte entlang der Strecken miteinander verbinden. Bestehende Konzeptionen wie Regionale Radverkehrskonzepte sollen dabei berücksichtigt werden. Die Planungen werden voraussichtlich 2018 beginnen. Bis dahin laufen die Ausschreibungen. „Mit dem Go für dieses zukunftsweisende und nachhaltige Verkehrsprojekt erhält unser Landkreis eine neue Präsenz und bietet seinen Bürgern eine Alternative zum Straßenverkehr. Die zukünftige Entwicklung der Planungen gilt es nicht nur kommunal, sondern auch landespolitisch, in guter Zusammenarbeit mit den Nachbarn aus Hamburg, aktiv zu begleiten und zu unterstützen“, schließt Handtke sein Resümee.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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