Gefahrstoffaustritt mit mehreren Verletzten auf der Hohen Schaar

Wenig später stellte der Einsatzleiter vor Ort fest, dass in einer Halle aus einem Fass eine unbekannte Menge des entzündlichen Gefahrstoffes ausgetreten war, das beschädigte Fass bereits in einem Bergefass gestellt worden war und sich zunehmend mehr Betroffene mit Symptomen bei den Einsatzkräften meldeten. Worauf der Einsatzleiter mit dem Einsatzstichwort THMXMANV10 -" Gefahrstoffeinsatz mit einem Massenanfall von mindestens 10 Verletzten"- einen Leitenden Notarzt, einen Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, einen Großraumrettungswagen, einen Notarztwagen, ein weiteres Löschfahrzeug, eine Freiwillige Feuerwehr - Spüren und Messen - und weitere Rettungswagen nachforderte. Im gesamten Verlauf des Einsatzes wurden 37 betroffene Personen durch den Leitenden Notarzt gesichtet, zwei Personen hiervon vorsorglich an der Einsatzstelle dekontaminiert und anschließend insgesamt 17 Patienten mit Atemwegsreizungen, Augenbrennen und Übelkeit durch Notfallsanitäter rettungsdienstliche versorgt. Sie wurde später leichtverletzt durch Rettungswagen und den Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg in umliegende Krankenhäuser befördert. Schadstoffmessungen mit Mess- und Spürfahrzeugen im Umfeld der Einsatzstelle konnten keine gefährlichen Konzentrationen eines Gefahrstoffes in der Umgebungsatmosphäre nachweisen. Nachdem ein Trupp in Chemikalienschutzanzügen die ausgelaufene Flüssigkeit mit Spezial-Bindemitteln abgestreut und das beschädigte Fass in einem Spezial-Überfass gesichert hatte, wurde der betroffene Bereich abgesperrt und an den Betreiber mit Auflagen zur Fachgerechten Entsorgung des Gefahrstoffes übergeben. Parallel hierzu übernahm die Polizei die Ermittlungen zur Unfallursache. Insgesamt war die Feuerwehr Hamburg mit einem Großaufgebot von rund 60 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort im Einsatz.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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