Polizei mahnt an: Der Gleisbereich ist kein Spielplatz!

In einigen Fällen wurden die Kleinen dann laut Verkehrssicherheitsberater Polizeihauptkommissar Thomas Mehnen" von der Polizei "eingesammelt" und ihren Eltern übergeben. Einige Ältere, die teilweise sogar Kameras an ihren Köpfen befestigt hatten, wurden beim "Surfen" an der Außenwand von Zügen ertappt. Andere warfen mit Steinen oder Stöckern auf die vorbeirauschenden Züge. In diesem Fall waren es sechs Kinder die ihren "Abenteuerspielplatz" direkt an die Bahntrasse gelegt hatten. Präventionsbeauftragter Detlef Moors vom Bundespolizeirevier Lüneburg ergänzt dann noch, dass sich Schülerinnen und Schüler im Netz immer öfter selbstgedrehte "Mut-Videos" ansehen und das dann nachmachen wollen. Zusätzlich werde in letzter Zeit öfter beobachtet, Selfies in den sozialen Netzwerken einzustellen, die Gleise im Hintergrund haben. Ein weiterer gefährlicher Trend ist das auf die Bahnsteigkanten setzen und die Beine in die Gleise hängen lassen, das Zugführer in letzter Zeit des Öfteren bereits beobachtet hätten.


Leider setzen viele Menschen die Gefahren des Straßenverkehrs mit denen des Schienenverkehrs gleich. Manchmal mit tödlichen Folgen. Züge sind z. B. schienengebunden. Sie können nicht ausweichen, sind auch in Ortschaften schnell und bei Annäherung kaum zu hören. Das Betreten von Gleisanlagen ist daher verboten und wird mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 25 Euro geahndet. Muss ein Zug wegen einer Person eine Bremsung einleiten, kann der Betroffene mit einer Strafanzeige wegen "gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" rechnen. Bei Schäden an Schienen oder Rädern kommen Regressnahmen hinzu. Besonders Erwachsene sollten sich hier auch ihrer Vorbildfunktion bewusst sein! Kinder schauen genau hin, wie sich die "Großen" im Straßen- und Bahnverkehr verhalten.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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