Familientragödie in Neuwiedenthal

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen erschien eine 32-jährige Pakistani am Polizeikommissariat 47 um eine Anzeige wegen einer Bedrohung zu erstatten. Gemeinsam mit der Polizei wurde die Wohnung des Ehepaares in Hamburg-Neugraben aufgesucht, um dem Ehemann eine Wegweisung aus der gemeinsamen Wohnung auszusprechen. "Es war so eine ruhige und liebe Familie, warum macht der sowas?", ist eine Nachbarin verzweifelt. Über die Gründe des Familienvaters, die ihn zu dieser Wahnsinnstat trieben, kann die Polizei noch keine Angaben machen. Mit einer Geruchsprobe des Vaters konnte die Polizei rund zwei Stunden nach der Tat mit einem Mantrailer-Hund nach Spuren suchen. Dieser nahm die Fährte am Wiedauweg auf und lief mehrfach in den Keller eines Hauses an der Neuwiedenthaler Straße, wo die Polizei aber keine Feststellungen machen konnte.


Schwer bewaffnete Polizisten durchkämmten die Wege und Nebenstraßen auf der Suche nach dem 33-jährigem. Noch in der Nacht laufen Fahndungsmaßnahmen an, die Mordkommision des LKA 41 übernahm die Ermittlungen. Die Mutter der Zweijährigen erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus verbracht wo sie zur Zeit zusammen mit ihrem Sohn medizinisch und polizeilich betreut wird, weitere Hintergründe sind noch nicht bekannt. In den frühen Morgenstunden hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes wurde von der Polizei angefordert.


Am Tag danach beginnen Nachbarn und Anwohner, Blumen und Kerzen aufzustellen. Unterdessen wurde auch bekannt, dass die Familie unter der Betreuung des Jugendamtes stand und auch polizeilich aufgrund häuslicher Gewalt bekannt war.



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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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