Farbenfrohe Decken erfreuen Hospiz-Gäste

„Wir legen nach Möglichkeit immer eine der Decken, die wir schon bekommen haben, aufs Bett, wenn ein neuer Gast bei uns einzieht“, sagt Marion Basler, stellvertretende Hospiz-Leiterin und Pflegedienstleiterin. „Dadurch wirkt der Raum noch wohnlicher und individueller.“ Im Hospiz wird jeder schwerkranke Gast als ein Mensch mit eigenen Vorlieben, eigenen Bedürfnissen und eigener Lebensgeschichte wahrgenommen. „Diese Haltung unterstreichen die Decken mit ihren unterschiedlichen Mustern, Stoffen und Farben, die ja alle Einzelstücke sind, auf eine ganz wunderbare Art und Weise“, erklärt Marion Basler. „Bei unseren Gästen sind die Quilts sehr beliebt, gerade jetzt in der kälteren Jahreszeit.“

„Uns macht das Patchworken mit den Stoffen großen Spaß. Sowohl die Handarbeit selbst als auch die Freude, die wir damit bewirken können“, erklärt Renate Schmidt. Sie gehört zusammen mit Jutta Fibich, Barbara Buckesfeld, Thea Bensch und Inge Hansen zur Handarbeitsgruppe „Schulhaus-Quilter Othmarschen“. Die passionierte Quilterin Inge Hansen hat 20 Jahre in Harburg gewohnt, „deshalb habe ich die Entstehung des Hospizes natürlich von Anfang an sehr interessiert verfolgt.“ Schon vor der Eröffnung im Dezember 2013 lagen die ersten Decken für die DRK-Einrichtung bereit. Das Hospiz für Hamburgs Süden bietet Platz für zwölf Gäste in der letzten Lebensphase. Der Aufenthalt ist für die Gäste kostenlos. Einen Teil der laufenden Kosten muss das Harburger Rote Kreuz aus Spenden finanzieren.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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