Im „Harburg-Huus“ finden Wohnungslose bald Wärme und Unterstützung

„Harburg-Huus“ wird die neue Einrichtung heißen, die ihre Türen möglichst bald und noch in dieser Kälteperiode öffnen soll. „Wir haben uns für diesen Namen entschieden, weil er zugleich sehr einfach ist, heimatlich klingt und eine gewisse Wärme ausstrahlt“, erklärt DRK-Vorstand Harald Krüger. „Auch der lokale Bezug war uns wichtig, der durch das vorangestellte Harburg und das plattdeutsche Wort Huus nun gleich doppelt gegeben ist.“ Thorben Goebel-Hansen, DRK-Projektleiter für die neue Anlaufstelle für Obdachlose südlich der Elbe, ergänzt: „Es waren viele interessante, tolle und originelle Vorschläge dabei, die uns telefonisch, schriftlich als Brief oder E-Mail oder über die DRK-Facebook-Seite erreicht haben. Dass unser Hilfsangebot für Menschen, die ohne feste Bleibe in Harburg auf der Straße leben, schon vor der Eröffnung so viel Beachtung findet, freut uns sehr. Und wir bedanken uns bei allen, die sich über einen passenden Namen Gedanken gemacht und uns ihre Ideen mitgeteilt haben.“


Im „Harburg-Huus“ werden nachts bis zu fünfzehn Männer und Frauen ohne feste Bleibe einen sicheren Schlafplatz und eine warme Mahlzeit bekommen können. Vorher allerdings muss das angemietete Gebäude im Außenmühlenweg 10, in dem zuletzt die DRK-Bereitschaft untergebracht war, für diesen Zweck noch umgebaut werden. Tagesüber können Wohnungslose dann dort unter anderem duschen und frische Kleidung erhalten, aber auch normalen Freizeitaktivitäten nachgehen, etwa Karten spielen oder fernsehen. Das DRK-Team unterstützt die Gäste dabei, ihren Alltag wieder in stabile Bahnen zu lenken und eine Zukunftsperspektive für das eigene Leben zu entwickeln. Auch Obdachlose mit Tieren sind im „Harburg-Huus“ willkommen.


„Als Rotes Kreuz haben wir die Aufgabe, Menschen in Not dort zu helfen, wo wir sie antreffen“, betont DRK-Vorstand Harald Krüger. „Dabei hoffen wir auch bei diesem sozialen Projekt auf Unterstützer. Spenden von Privatpersonen und Unternehmen sind bereits in der Aufbauphase eine große Hilfe.“ Interessierte können sich an die DRK-Spendenbeauftragte Dr. Dirka Grießhaber unter Tel. 040 / 766092-66 oder per E-Mail an d.griesshaber@drk-harburg.hamburg wenden. In den kommenden Wochen werden auch Sachspenden „gegen die Kälte“ entgegen genommen, so zum Beispiel Wollsocken, warme Decken und ähnliches. Der Namensvorschlag „Harburg-Huus“ kam übrigens aus den Reihen der mehr als 1.100 Mitarbeiter des Harburger Roten Kreuzes, genauer von Olav Meyer-Sievers, Referent des DRK-Kriseninterventionsteams. Als kleines Dankeschön konnte er sich über den von Gastronom Frank Wiechern gespendeten Gutschein für ein Abendessen für zwei Personen im Restaurant Leuchtturm im Außenmühlendamm freuen.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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