Verstorbener Bezirksamtsleiter Thomas Völsch hinterlässt große Fußspuren

Thomas Völsch wurde 1958 in Hamburg geboren, besuchte das Gymnasium Eppendorf und studierte anschließend an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Hamburg, wo er als Diplom-Verwaltungswirt abschloss. Nach dem Studium blieb er dem öffentlichen Dienst treu und arbeitete zuerst im Bezirksamt und sodann im Rechnungshof der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Jahre 2007 wechselte er zur Behörde für Bildung und Sport. Vom öffentlichen Dienst freigestellt wurde er von 1994 bis 2004, wo er als hauptamtlicher Geschäftsführer der SPD-Bürgerschaftsfraktion tätig war. Seit 2012 war Völsch als Bezirksamtsleiter tätig, wo er parteiübergreifend große Verdienste um Harburg zugeschrieben bekam.


Der Finanz- und Bezirkssenator Dr. Peter Tschentscher zum Tod des Harburger Bezirksamtsleiters Thomas Völsch: „Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Thomas Völsch macht mich sehr betroffen. Im Kreis der Bezirksamtsleiter war er ein kluger und engagierter Vertreter Harburger Interessen, der viel für seinen Bezirk erreicht hat. Trotz seiner schweren Erkrankung hat er die Aufgaben seines Amtes bis zuletzt mit außergewöhnlichem Einsatz wahrgenommen. Wir verlieren mit Thomas Völsch einen Freund und geschätzten Kollegen.“ Zum Tod von Thomas Völsch erklärt auch André Trepoll, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Jahrelang habe ich gemeinsam mit Thomas Völsch die Interessen des Wahlkreises Süderelbe in der Hamburgischen Bürgerschaft vertreten. Dass er seinen tapferen Kampf gegen den Krebs verloren hat macht mich traurig. Er war immer ein starker politischer Kopf, der viel für Hamburg und seinen Bezirk Harburg erreicht hat. Seine Wiederwahl zum Bezirksamtsleiter geschah aus Überzeugung, denn er war für uns stets ein verlässlicher Partner und hat sich für die Belange seines Bezirks auch gegen Widerstände immer mit voller Kraft eingesetzt. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie, insbesondere seiner Frau und seinen beiden Söhnen. Er wird fehlen.“


Die Nachricht hat bei der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Harburg große Bestürzung ausgelöst. „Wir sprechen seiner Familie unser tief empfundenes Beileid aus. Wir haben ihn mit seinem Engagement für den Bezirk sehr geschätzt. Er hat sich stets für alle Harburger_innen eingesetzt und ein Herz für Harburg bewiesen “, so der Fraktionsvorsitzende Jörn Lohmann. Die Harburger Abgeordnete und

Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaftsfraktion Sabine Boeddinghaus ergänzt: „Harburg hat einen Vollblutpolitiker verloren, der bis zuletzt in seiner Arbeit aufgegangen ist. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten und wünschen seiner Frau, seinen Söhnen und seinen Angehörigen viel Kraft und Zuversicht.“ Für Senatorin Dr. Melanie Leonhard geht ein Freund: „Mit großer Trauer habe ich vom Tod Thomas Völschs erfahren. Ich denke viel an seine Menschlichkeit, seinen Humor und seine Lebensfreude. Sein Charakter wirkt über seinen Tod hinaus – so wie sein politisches Engagement für Harburg und die ganze Stadt. Durch die vielen Gesprächen mit ihm habe ich persönlich viel gelernt. Seine Meinung war mir wichtig und ich bin ihm sehr dankbar für seinen zahlreichen, wertvollen Rat. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und den Menschen, denen er etwas bedeutet. Thomas Völsch war ein Freund. Er wird mir fehlen.“


Bürgermeister Olaf Scholz: „Wir trauern um Thomas Völsch. Als Bezirksamtsleiter hatte er sich hohes Ansehen erworben und genoss Vertrauen über die Parteigrenzen hinweg. Erst vor kurzem wurde er mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Sein Umgang mit seiner schweren Erkrankung war beeindruckend. Wir werden Thomas Völsch sehr vermissen. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seiner Familie.“

Der SPD-Kreisvorsitzende Frank Richter und der SPD-Bezirksfraktionsvorsitzende Jürgen Heimath: “Das ist eine unglaublich traurige Nachricht. Unsere Gedanken und Herzen sind bei der Familie von Thomas Völsch, der wir weiterhin die Kraft wünschen, die nötig ist, um mit einem derartigen Schicksalsschlag umzugehen. Thomas Völsch hat sich seit seiner Wahl im Januar 2012 durch seine engagierte und zupackende Art den Respekt der Harburgerinnen und Harburger und auch des politischen Gegners verdient. Er ist keiner Diskussion aus dem Weg gegangen, wenn er sie für nötig hielt, um Harburg voranzubringen. Er hat sich um Harburg verdient gemacht und wird uns mit seiner verbindlichen und zugewandten Art fehlen. Er hat in Harburg viele Dinge bewegt. Wir haben mit ihm einen Freund verloren.“ Richter ergänzt: “Ich habe Thomas Völsch auch in seiner Zeit vor der Übernahme der Bezirksamtsleitung als jemanden kennen und schätzen gelernt, der mit Leidenschaft politische Aufgaben übernommen und sie gelöst hat. Ob als Distriktsvorsitzender des Distrikts Neugraben Fischbek, als stellvertretender Kreisvorsitzender oder als Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Ich habe Thomas als aufrichtigen, verlässlichen und stets sachorientierten klugen politischen Menschen erlebt, mit dem ich gerne diskutiert und zusammen gearbeitet habe. Die Harburger SPD hat ihm viel zu verdanken und wir werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.“

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur

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