Heiße Themen dominieren SPD-Veranstaltung in Neugraben

Jasmin Hilbring, Andreas Dressel, Matthias Czech (alle SPD)

Sven Wegener, Rainer Schöbel, Holger Schuchna Im Vorfeld und noch während der Veranstaltung hatten die Gäste Gelegenheit, ihre Fragen auf Bierdeckel zu schreiben oder auch mündlich vorzutragen. Die eingereichten Fragen hatten naturgemäß eine große Spannweite und reichten von Koalitionsverhandlungen und Hafenlogistik schließlich auch bis zur lokalen Ebene. Die Delegation der Neugrabener Marktbeschicker, allesamt gewählte Obleute, trugen ihre Sorgen vor. Sven Wegener berichtete, dass das Bezirksamt nach dem Umbau der Neugrabener Marktfläche einen erheblichen Anteil des Marktplatzes in Rechnung stelle, der allerdings aufgrund von Bänken, Bäumen und Beleuchtungsanlagen nicht mehr genutzt werden könne. Auch laufe vieles falsch, etwa sei die Frage der regelmäßigen Reinigung nicht geklärt. Bereits jetzt seien von ehemals über 40 Marktbeschickern an guten Tagen nur noch 28 übrig geblieben. Aktuell sei der eine oder andere Marktbeschicker vor die Frage gestellt, ob sich der Aufwand noch lohne, schließlich sei die Vorbereitung zeitaufwendig als auch der Personalbedarf auf eine kleine Zeitspanne ausgerichtet sehr hoch. Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jasmin Hilbring versprach, sich erneut mit den Verantwortlichen des Bezirksamts kurzschliessen zu wollen und über die Ergebnisse auf dem Wochenmarkt zu berichten.


Andreas Dressel mit Joachim Stolzenberg in der Diskussion. Joachim Stolzenberg, der Vorsitzende des F.C. Süderelbe, konnte sein Anspannung kaum zurückhalten. In einem "Brandbrief" hatte er bereits Tage zuvor einen Querschnitt durch Süderelbe gemacht. Ob Straßenverkehr, überfüllte Züge, Ärzte, Schwimmbäder oder Turnhallen und Fußballfelder. Stolzenberg wies darauf hin, dass der Bedarf in allen diesen Fragen auf Grundlage von rund 28.000 Einwohnern berechnet seien und bereits aktuell die Fahrt in die Stadt ständig durch Stau´s und Zugausfälle begleitet werden. Eine Zumutung, die mit bald rund 14.000 weiteren Einwohnern in ein Chaos gipfeln könnte. "Die Bemühungen der Stadt, die ab Herbst 2018 etwa 10% mehr Kapazitäten auf der Linie S3 ankündigt, seien dabei gerade ausreichend, um den Status zu halten", sagt auch Sven Blum von der Bürgerinitiative Neugraben. In Neugraben entstehen aktuell so viele neue Wohnungen, das dürfte einzigartig in Deutschland sein. Andreas Dressel versprach angesichts dieses Redebedarfs der Neugrabener eine weitere Veranstaltung, bei der es dann ausführlich um das Thema Verkehr gehen solle.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur