Sparkasse blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück

Heinz Lüers, Andreas Sommer, Gerhard Oestreich.

„Das unverändert wachsende Kreditgeschäft ist Ausdruck der nach wie vor guten Verfassung der Unternehmen im Süden Hamburgs“, sagt Lüers. Insbesondere die Kundengruppe der Bauträger und Immobilieninvestoren zeichnet sich erneut durch ein dynamisches Wachstum aus. Hier ist die Sparkasse Marktführer. Ungebrochen bleibt der Trend zum Abbau kurz- und mittelfristiger Verbindlichkeiten, was für die gute Innenfinanzierungskraft der Firmenkunden spricht. Auch nutzen viele Unternehmen die niedrigen Zinsen für Investitionen. Die historisch niedrigen Bauzinsen sorgen für eine rege Bautätigkeit und für Käufe, wenn auch bei weiter anziehenden Preisen. Über 1,7 Mrd. Euro hat die Sparkasse für private Wohnungsbaufinanzierungen an Kunden ausgeliehen. Enthalten ist eine Steigerung des Neugeschäfts in 2017 um 13 Prozent.


Der Spargedanke der Kunden ist ungebrochen. Trotz Niedrigzins erhöhte sich der Einlagenbestand um 2,7 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro. „Das zeigt deutlich, dass den Kunden die Sicherheit ihrer Einlagen sehr wichtig ist und dass sie der Sparkasse vertrauen“, so Andreas Sommer, Marktvorstand der Sparkasse. „Die derzeitige Zinslandschaft nutzen wir zur verstärkten Ansprache unserer Kunden auf Anlagealternativen, beispielsweise Wertpapiere“. Der Wertpapierbestand der Sparkassenkunden hat sich auf rund 846 Mio. Euro erhöht. Dies ist eine Steigerung in 2017 von 15 Prozent. Aufgrund der Niedrigzinsphase ging der Zinsüberschuss um 1,9 Prozent auf 73,9 Mio. Euro zurück. Das Provisionsergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden und hat mit 31,4 Mio. Euro wiederholt einen Rekordwert erreicht. „Dem sinkenden Zinsüberschuss konnten wir ein sehr gutes Provisionsergebnis gegenüberstellen“, fasst Gerhard Oestreich, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse, zusammen. „Auch in 2017 haben alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen guten Job gemacht!“


Wiederholt konnte bei den Forderungsbewertungen ein positives Ergebnis erzielt werden. Damit hat die Sparkasse für das Jahr 2017 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 31 Mio. Euro erwirtschaftet. „Wir sind mit dem Erreichten mehr als zufrieden!“ stellt Lüers fest. Für das Jahr 2017 wird die Sparkasse rund 11,7 Mio. Euro Steuern zahlen. Darüber hinaus sind Zuwendungen in Höhe von gut 1,2 Mio. Euro aus den Bereichen Spenden, Sponsoring und Stiftungsarbeit direkt in die Region geflossen. Die oft unter dem Stichwort Digitalisierung erfassten Veränderungen im Kundenverhalten begreift die Sparkasse als Chance: „Je weniger Servicetätigkeiten in den Beratungscentern stattfinden, desto mehr Zeit haben wir für die Beratung. Nur hier können wir für spürbaren Mehrwert sorgen und festigen die Kundenbindung“, stellt Sommer fest. Insofern sind die vielen digitalen Dienste – von der Sparkassen-App bis zur Online-Kontoeröffnung – als Ergänzung zum bestehenden Filialnetz zu sehen.


Der Vorstand der Sparkasse blickt optimistisch auf das Jahr 2018. Er erwartet, dass die deutsche Wirtschaft auf ihrem kraftvollen Wachstumskurs bleiben wird. Davon werden der Süden Hamburgs und damit die Sparkasse Harburg-Buxtehude profitieren. Die Marktgegebenheiten wie Niedrigzinsphase und Regulierungsdruck bleiben anspruchsvoll und halten den Druck auf die Erträge der Sparkasse hoch. Ein weiteres bedeutendes Ereignis im Jubiläumsjahr ist der anstehende Führungswechsel. Der Vorstandsvorsitzende Heinz Lüers wird Ende März in den Ruhestand gehen. Über 20 Jahre hat er diese Sparkasse maßgeblich gestaltet, geprägt und erfolgreich geführt. Zeitgleich wird Andreas Sommer den Vorstandsvorsitz übernehmen. Zum 1. August wird das neue Vorstandsteam mit Sonja Hausmann komplettiert.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur