Sonderausstellung „Zwischen Krume und Knust – Deutsche Brotkultur“ ist eröffnet

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Klaus-Wilfried Kienert, Stiftungsratsvorsitzender des Freilichtmuseums am Kiekeberg, bringt die bedeutende Rolle des Brotes auf den Punkt: „Unser täglich Brot: Das Thema ist so wichtig, so elementar, dass es als Synonym für Lebensnotwendiges genannt wird.“ Brot sei mehr als nur ein Grundnahrungsmittel, erklärt er: „Das Brot ist in vielen Bereichen schon zum Genussartikel geworden.“ Die Ausstellung gliedert sich in drei Bereiche: Die Geschichte des Brotes, das Brot als Handwerksprodukt und als Kulturgut. Besucher entdecken, wie sich Brot und Essverhalten im Laufe der Jahre entwickelt haben und welche Bedeutungen diesem zentralen Nahrungsmittel zugeschrieben wurden. Beispielsweise erklärt Heike Duisberg-Schleier, Kuratorin der Sonderausstellung: „Im Mittelalter galt Brot sogar als Statussymbol. Je feiner das Mehl und je kleiner das Gebäck, desto wohlhabender war die Familie.“ Museumsdirektor Stefan Zimmermann ergänzt: „Brot ist seit Jahrtausenden ein Indiz für den Wohlstand einer Kultur.“ Wann wurde das Brot erfunden? Wie kam es nach Deutschland? Wie sahen Backstuben in den 1950er Jahren aus und wie wird heute gebacken? Welche regionalen Unterschiede gibt es?


Die Sonderausstellung geht auf die Vielfalt des Themas ein und zeigt auch auf, wie heute mit neuen Technologien produziert wird, wie wir unser Brot genießen und wie sich Trends, wie die glutenfreie Ernährung, auswirken. Mittlerweile ist beispielsweise schrothaltiges Brot besonders beliebt. Die Sonderausstellung knüpft an die handwerkliche Tradition der historischen Bäckerei im Freilichtmuseum am Kiekeberg an und fügt sich in das Agrarium ein: „Mit der Ausstellung ‚Zwischen Krume und Knust‘ ergänzt das Freilichtmuseum am Kiekeberg einmal mehr das Profil des Agrariums, unserer deutschlandweit einzigartigen und innovativen Ausstellungswelt zu Landwirtschaft und Ernährungsindustrie, um eine zentrale Facette“, betont Rainer Rempe. Im Agrarium tauchen die Besucher auf 3.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche in die Welt der Lebensmittel und der Landwirtschaft früher und heute ein und gehen der Produktion von Nahrungsmitteln auf den Grund.

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    Über den Autor

    Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

    Andreas Scharnberg Redakteur